FDP-Stadtverband Höxter kritisiert Raumnot und bauliche Mängel der OGS an der Petrischule

20.12.2018

Mit Vertreten anderer Parteien besuchten die Freien Demokraten des Stadtverbandes den Petri-Ganztag, um sich über die aktuelle Situation der Betreuung von Schülerinnen und Schüler sowie den baulichen  Verhältnissen des offenen Ganztags an der Petri-Grundschule zu informieren.

„Wir hatten bereits Anfang 2014 den Ganztag besucht, da die bauliche Situation zum damaligen Zeitpunkt desolat war und deshalb ein Rückgang der Anmeldezahlen zu verzeichnen war, so dass nur zwei Eingangsklassen in der Petri-Schule und eine OGS-Gruppe mit 25 Kindern gebildet werden konnten. Neben den Flurböden, Teppichen und fehlenden Lärmschutzdecken waren insbesondere die vielfältigen Wasserschäden in verschiedenen Räumen, die teilweise Möbel unbrauchbar machten, zum damaligen Zeitpunkt ein Thema“, erinnert sich Dr. H.-Jürgen Knopf, FDP-Stadtverbandsvorsitzender. Damals besuchten 130 Schülerinnen und Schüler den offenen Ganztag und 17 Kinder die Kurzbetreuung.

Im Schuljahr 2018/19 besuchen 224 Kinder den Ganztag. Dies bedeutet eine Steigerung der Schülerzahlen um rund 72% innerhalb von 5 Jahren bei gleichbleibenden räumlichen Ressourcen. Somit nehmen 2 Drittel aller Schüler das Angebot des offenen Ganztags wahr. Die Situation wird sich zum neuen Schuljahr durch die steigende Nachfrage weiter verschärfen. Die räumliche Situation war in den letzten Jahren nur deshalb zu beherrschen, weil die Rektorin der Grundschule, Frau Streicher-Bönnighausen, dem OGS immer wieder Räume zu Verfügung stellte. Aber auch hier hat sich die Situation so verschärft, dass eine weitere Abgabe nicht mehr möglich ist, um den Unterricht der Grundschule nicht zu gefährden.

Was hat sich in den knapp 5 Jahren nun getan? Die Decken wurden oberflächlich saniert. Die Böden sind weiterhin ein Ärgernis, da die aufgebrachte Farbe bereits nach wenigen Wochen auf Grund der Feuchtigkeit Blasen aufwirft und platzt. Es gibt immer noch die Räume, die bei Starkregen geräumt werden müssen, um das Mobiliar zu schützen. Hier drückt sich das Wasser durch den Fußboden und verursacht immense Schäden. Dem Geruch, der durch die Feuchtigkeit entsteht, muss kann nur durch striktes Lüften entgegengewirkt werden.  Kernsaniert wurde bislang nur ein Raum.

Die räumliche Enge wurde insbesondere im Bereich der Essensversorgung offenbar. Hier tummeln sich bis zu 60 Kinder, denen kaum Raum bleibt, ihre Teller sicher zu ihren Tischen zu bringen. Es wird in Gruppen nacheinander gegessen, um die Schülerzahl zu bewältigen. Es versteht sich von selbst, dass die hygienischen Anforderungen nur durch den großen Einsatz des Personals einzuhalten sind.

Für das neue Schuljahr gibt es bereits so viele Anmeldungen, dass die räumliche Enge weiter steigen wird.

Um akut etwas gegen die Raumnot zu unternehmen, wird die Aufstellung von Containern als Zwischenlösung von maximal 2 Jahren sowohl von der Rektorin der Grundschule als auch der Leiterin der OGS, Frau Gabi Schubring favorisiert. „So können wir unsere Kinder unter vernünftigen Verhältnissen betreuen und gewinnen Zeit, eine endgültige Lösung unseres Problems zu arbeiten“, so beide Leitungen.

Die FDP sieht in der zunehmenden Wahl der OGS der Petri-Schule durch die Eltern, dass das pädagogische Konzept der OGS und der Grundschule ganz offensichtlich Anklang findet. Den Eltern muss die freie Wahl der Schule für ihre Kinder möglich sein. Es darf nicht zu der Situation kommen, dass Eltern auf Grund von Platzmangel abgewiesen werden müssen. „Es ist uns unverständlich, warum es der Stadt innerhalb von 5 Jahren nicht möglich war, den Petri-Ganztag vollständig zu sanieren. Die Mängel sind bekannt. Dass das Geld vorhanden ist, sieht man an den Investitionen, die an anderen Schulstandorten getätigt werden. Es drängt sich die Frage auf, warum für die Jüngsten nicht vernünftige Räumlichkeiten geschaffen werden“, so Knopf weiter. Die FDP fordert die Verwaltung auf, jetzt Mittel einzustellen, um Container in einer ausreichenden Menge zur Verfügung zu stellen. Für die langfristige Lösung des Raumproblems wird ein Neubau nötig sein, der auf dem Gelände der Petri-Schule problemlos in den Gebäudestand integriert werden kann. Hier erwartet die FDP ein Zugehen der Verwaltung auf Schul- und OGS-Leitung bezüglich Planung und Umsetzung, um die erforderlichen Mittel in den nächsten Haushalt einzustellen.

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.